Liebe Katzenfreunde,
während 30 Jahren durfte Sie mein Vater, Dr.G.Togni, an dieser Stelle begrüssen. Er hat es immer sehr gern getan.
Völlig unerwartet starb er am 2.August nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Wohnung in Luzern. Es ist für mich immer noch nicht fassbar.
Gerade jetzt, wo er mit Stolz auf sein Lebenswerk zurückblicken k–nnte, denn das kleine, verwahrloste Büseli von einst hat sich zu einer gewichtigen Kämpferin für die Rechte von heimatlosen Katzen entwickelt. Pro Büsi war für meinen Vater wie ein weiteres Kind, das er grossgezogen hat und das jetzt auf eigenen vier Füssen steht. Auch das Pro Büsi hat vier Füsse:
Zum ersten sind da die Menschen, die eine tiefe Achtung vor den Katzen haben und diesen Respekt auch weitervermitteln k–nnen. Gerade in der heutigen Zeit, die von einer Wegwerfmentalität und von Profitdenken geprägt ist, sind wahre Katzenfreunde selten zu finden.
An zweiter Stelle kommen unsere vielen Freunde, die tatkräftig mithelfen, wenn Not am Mann ist. Sie alle namentlich zu erwähnen, würde sicher zu weit führen. Es ist mir an dieser Stelle jedoch ein Anliegen, Röby Wyss einen grossen Dank auszusprechen. Durch seine Holzschnitte und Zeichnungen hat Pro Büsi ein Gesicht bekommen.Das Titelbild zu diesem Heft zeichnete er in Gedenken an meinen Vater.
Der dritte Fuss ist der Stiftungsrat,der im Hintergrung waltet und sich stets unermüdlich einsetzt.
Der vierte und wichtigste Fuss sind aber Sie, liebe Gönnerinnen und Gönner, die durch Ihre Spende ein Weiterleben und Gedeihen dieses Büselis gewährleisten.
Dass wir nun den Weg ohne meinen Vater fortsetzen müssen, schmerzt uns sehr. Er war wie das Herz dieser Katze. Aber es wäre nicht in seinem Sinn, wenn mit seinem plötzlichen Tod auch Pro Büsi stirbt. So haben wir verbliebenen zwei Stiftungsräte nicht nur mit Wehmut an die schönen Zeiten gedacht, die wie mit meinem Vater erleben durften, sondern uns um ein Fortbestehen der Stiftung bemüht. Der Hauptteil der Arbeit lastet im Moment auf den Schultern von Frau Dany Müller, bis sich das neue Team, das auf einer der folgenden Seiten vorgestellt wird, eingespielt hat.
Für meinen Teil hoffe ich, dass ich in meiner neuen Funktion als Präsidentin weiterführen kann, was mein Vater in drei Jahrzehnten auf so eindrückliche und einmalige Art getan hat.
Ich werde meinen Vater nicht ersetzen können. Das kann niemand.
Aber ich werde versuchen, die Stiftung in seinem Sinn ins neue Jahrtausend zu begleiten mit der Zuversicht, dass auch ich mit Ihrer Freundschaft und Unterstützung für diese Aufgabe rechnen darf.